02.05.2018

Über Grenzen hinweg – von der Familienphase zurück in den Beruf


Eine ehemalige Teilnehmerin berichtet, wie sie über das Projekt wieder in ihren Beruf zurückgefunden hat (Foto: VHS Meppen)

Deutsch-niederländisches Projekt startet in die nächste Runde

Das Projekt „New Jobportunities“ bietet ab August wieder rund 40 Frauen aus Deutschland und den Niederlanden die Möglichkeit sich fit zu machen für die Arbeitswelt. Bis Weihnachten lernen die Teilnehmerinnen viel über sich selber, ihre Kompetenzen und wie sie diese einem potentiellen Arbeitgeber vermitteln können. Im Mai informiert die VHS Meppen am Projektstandort Teglingen interessierte Frauen über das Projekt und die Teilnahmemöglichkeiten.

Vielen Frauen fällt der Weg von der Familienphase zurück in den Beruf schwer. Auch wenn sie häufig über eine Ausbildung und Berufserfahrung verfügen, haben sie Hemmungen den Schritt zurück zu wagen. „Ich dachte, was habe ich schon einem Arbeitgeber zu bieten, nachdem ich so viele Jahre zu Hause war,“ berichtet eine der Teilnehmerinnen von ihren Befürchtungen. „Bei New Jobportunities ist mir bewusst geworden, was ich wirklich gut kann und was ich für Kompetenzen mitbringe.“ Denn im Projekt werden die Frauen auf allen Ebenen unterstützt. Angefangen bei der Frage, in welchem Bereich sie zukünftig arbeiten möchten und wie sie Beruf und Familie koordinieren bis hin zur Persönlichkeitsentwicklung zum Beispiel in Form von Kommunikations- und Bewerbungstrainings oder einem mehrwöchigen theaterpädagogischen Workshop. Um dieses Angebot nutzen zu können, nehmen die Frauen teilweise relativ weite Wege auf sich und fahren ein halbes Jahr lang täglich nach Teglingen. 

Grenzenlose Verständigung durch Sprachkurs und interkulturellen Austausch

Viele kommen aus dem Meppener Umland und der Provinz Drenthe rund um Emmen, aber es sind zum Beispiel auch Frauen weiter aus dem Norden wie zum Beispiel Groningen dabei. Egal ob deutsch oder niederländisch gemeinsam wird gelernt, ausprobiert und trainiert. So können auch direkt die im Sprachkurs erworbenen Kenntnisse angewendet und die kulturellen Unterschiede dies- und jenseits der Ems aufgespürt werden. Dadurch lernen sich die Teilnehmerinnen nicht nur untereinander besser zu verständigen, sondern auch mit den potentiellen Arbeitgebern und Kollegen. Erste Kontakte zu Unternehmen werden bei den Betriebsbesichtigungen mit dem sogenannten Job-Bus und bei den Praktika geknüpft. 

Gewinn für Frauen und Unternehmen

Durch das Konzept mit einer Mischung aus persönlichen, interkulturellen und berufsspezifischen Inhalten, hat bereits ein Großteil der Frauen aus den Vorläuferprojekten zurück in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis gefunden. „Durch New Jobportunities gibt es endlich auch eine Möglichkeit für Frauen, die keine Leistungen von der Agentur für Arbeit oder anderen Institutionen beziehen, sich zu qualifizieren“, freut sich Projektkoordinatorin Gabriele Eng. Denn für Personen ohne sogenannten Leistungsbezug gibt es von staatlicher Stelle keine Angebote. Das wollten die Projektpartner des Dachprojektes Arbeitsmarkt No(o)rd ändern, um nicht nur den Frauen, sondern auch den Unternehmen in der Region zu helfen, denn Fachkräfte werden in der ganzen Ems-Dollart-Region (EDR) gebraucht. Neben dem EDR beteiligt sich auf deutscher Seite der Landkreis Emsland als Ko-Finanzierungspartner.

Interessierte können sich am 14. Mai von 10 – 12 Uhr oder am 17. Mai von 14.30 – 16.30 Uhr in der Kreativschule Teglingen, Teglinger Hauptstr. 18 informieren. Um eine vorherige Anmeldung wird gebeten. Kontaktdaten und weitere Informationen: Opens internal link in current windowvhs-meppen.de/nj