21.11.2019

„Lesen und Singen stärken gesellschaftliches Miteinander“


VHS Haselünne im Programm von „Haselünne liest und singt“

Viele Menschen gestalten die vierte Auflage von „Haselünne liest und singt“ rund um den bundesweiten Vorlesetag mit. Eine Veranstaltung fand auch im Internationalen Café statt. Hier haben sich rund 70 Haselünner Bürger und Bürgerinnen mit und ohne Migrationshintergrund zu einem bunten Vormittag im „Haus der Begegnung“ getroffen.

 

Bei Kaffee, Tee, Keksen und Kuchen lauschten die Zuhörer der Musik und spannenden Geschichten. Das Programm gestaltete die Volkshochschule Haselünne mit. Teilnehmende aus den Deutschkursen für Flüchtlinge A1/A2 und B1/B2 von Lina Adeli und Richard Eisenbarth lasen auf Deutsch und in ihrer Muttersprache selbst verfasste Texte und Gedichte vor. Auch kurdische und arabische Tänze wurden aufgeführt. Mit Gitarre und Liedern wie „Das Singen ist frei“ von Maria Schnelte sowie mit den Liedern St. Martin, Nikolaus und der Vogelhochzeit sorgte Richard Eisenbarth mit den Teilnehmern der Deutschkurse für ein rundes Programm.

Lukman Ibrahim, der auch später Tanbur spielte und dazu Lieder auf Kurdisch und Arabisch sang, bedankte sich in seiner Einführung für die freundliche Aufnahme in Haselünne. Ein selbständig verfasster Beitrag über die Geschichte und derzeitige Situation in seiner Heimat Syrien wurde von Nazih Faris vorgetragen.

Wahida Smoki las einen tiefgründigen Text über „Mama“ vor. Danach folgte ein Gedicht auf Albanisch mit deutscher Einführung von Suada Velaj. Der Vortrag über die erschreckende Situation der Jesiden in ihren Heimatländern von Suri Murad fand große Aufmerksamkeit. Fatime Alizade erzählte über ihre Heimat Afghanistan und Abdelkadr Mohammedbrhan über Eritrea. Viel Applaus gab es auch für Pranvera Shabanaj aus Albanien, die sich ein Gedicht „Für meinen Sohn“ ausgesucht und mit Begeisterung vorgetragen hat.

 

Margret Berentzen bedankte sich im Namen des Initiativkreises Familienfreundliche Stadt bei der Leiterin der VHS Haselünne, Brigitte Eisenbarth, bei Dozenten und Teilnehmern der Deutschkurse für Flüchtlinge. Alle Mitwirkenden bekamen eine Rose überreicht. „Lesen und Singen stärken gesellschaftliches Miteinander“, sagte sie. Das Engagement der Migranten, die sich für die Programmgestaltung eingesetzt und über ihre Heimat erzählt hatten, habe sie sehr berührt. So konnten die Haselünner Bürger erfahren, wie es in den Heimatländern aussieht.

 

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Mitwirkende, Teilnehmende und Gäste freuen sich über eine gelungene Veranstaltung