02.11.2020

„Erleben – Begreifen – Verstehen“


Auftaktveranstaltung „Umweltbildung auf dem Kossehof“ informierte Interessierte.

Zur Informationsveranstaltung, die kürzlich auf dem Kossehof in Meppen stattfand, erhielten Mitarbeitende und Leitende von Kitas und Schulen erste Einblicke in die neue Umweltbildungsstätte.
Der Kossehof bietet in seiner landschaftlichen Idylle viele Möglichkeiten für praktisches Erleben, Bildung für die Verbraucher von Morgen und außerschulische Aktivitäten. Projekte zu Themen wie „Landwirtschaft und Ernährung“ oder „Umwelt und Klima“ stehen in den Startlöchern und werden an die jeweiligen Bedürfnisse vom KiTa-Kind bis hin zu Schülerinnen und Schülern der aller Schulformen angepasst.
Seit Anfang des Jahres entwickelten VHS-Direktor Matthias Walter und VHS Fachbereichsleiterin Rita Rottau gemeinsam mit der Biologin Nele Janssen und Kossehof-Leiterin Christine Gößling-Preuß mit ihrem Team Konzepte zu verschiedenen Themen einer nachhaltigen Umweltbildung für Kitas und Schulen in der Region.
„Die Umweltbildung soll mehr Bedeutung gewinnen“, sagte Nele Janssen und hob besonders den Bildungsansatz für den verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt und den natürlichen Ressourcen hervor. Umweltzentren spielen hierbei eine wichtige Rolle als außerschulische Lernorte, die es möglich machen, Schülerinnen und Schüler für ökologische Probleme zu sensibilisieren. „Wir erarbeiten gemeinsam nachhaltige Lösungsansätze und vermitteln Wissen gezielt in interaktiver Form“, fügte Janssen hinzu. Unter dem Motto „Erleben – Begreifen – Verstehen“ haben auch schon die ganz Kleinen aus der KiTa die Möglichkeit, als Naturdetektiv im Wald, im Bauerngarten oder bei den Schafen im Stall ihre Umwelt bewusst zu erfahren. Auf dem „Erlebnishof“ gibt es unter anderem Schweine, Hühner oder Bienen, Gewächshäuser und einen Bauerngarten, einen Bio-Hofladen sowie Wald und Wiese um den Hof herum.
„Wir möchten unsere Angebote günstig anbieten“, sagte VHS-Direktor Matthias Walter in Bezug auf den Lernort Bauernhof. „Wir verbinden Theorie und Praxis. Das Erleben und Anfassen stehen hier im Vordergrund. Durch dieses nachhaltige Erlebnis im außerschulischen Klassenzimmer, bleibt das Erlernte besser im Gedächtnis verankert.“, so der VHS-Direktor.
WaldWichtel, WaldForscher oder WaldChecker – Das sind Projekte, die unter dem Schirm „Waldpädagogik im Hasetal“ für KiTas, Schulen oder Familien der LEADER-Region Hasetal sogar kostenfrei angeboten werden und schon stattgefunden haben.
„Wir entwickeln gern gemeinsam mit KiTas oder Schulen ein individuelles Programm“, sagte die Biologin und fügte hinzu, dass es neben der LAG-Hasetal auch weitere Kooperationspartner gebe: „Wir stehen aktuell mit der Naturschutzstiftung des Landkreises Emsland und auch mit dem Imkerverein Meppen in Kooperationsgesprächen“, so Janssen.
Des Weiteren ist der Kossehof regionaler Bildungsträger des Projektes „Transparenz schaffen – von der Ladentheke bis zum Erzeuger“, das ermöglicht, mit verschiedenen Höfen in der Region zusammen zu arbeiten und sich auszutauschen. Dazu gehören: Engelnhof in Papenburg, Hof Schuten in Lahn, Naturhof Buschwiesen in Wilsum und die Moorzentrale in Spelle.
Die Besucherinnen und Besucher der Informationsveranstaltung durften an diesem Tag den Kossehof buchstäblich unter die Lupe nehmen: Verschiedene Materialien wie Becherlupen oder Solarkocher waren draußen aufgebaut, das Schwein Waldemar hat seine Besucher beschnuppert und die Kartoffelernte war in vollem Gange. „Wir wünschen uns einen guten Austausch mit den KiTas und Schulen vor Ort und freuen uns auf spannende Projekte, die beispielsweise mit ihren Themen den Unterricht an Schulen ergänzen können“, sagte Rita Rottau.

Fotos: Janet Große