05.03.2021

VHS-Direktor Matthias Walter feiert 30. Dienstjubiläum


„Digitalisierung steht oben auf der Fahne“

Meppen. Matthias Walter ist Direktor der Volkshochschule Meppen (VHS) und feiert in dieser Woche sein 30. Dienstjubiläum.

Im März 1991 zog Matthias Walter für ein Stellenangebot von Frankfurt nach Meppen. „Mit zwei Koffern und Malersachen im Gepäck kam ich im Emsland an und war gespannt auf meine neuen Aufgaben in der VHS Meppen“, erinnert sich der 60-jährige. Als Fachbereichsleiter war er zunächst für EDV, berufliche und politische Bildung und für einige Projekte zuständig.

An seinem ersten Tag im damaligen VHS Gebäude „Alte Post“ bekam er ein kleines Büro im 1. Stock zugeteilt. „In dem Zimmer war fast nichts außer einem Regal und einigen Ordnern, einen Computer gab es noch nicht“, schmunzelt Walter. Sein damaliger Chef war zu der Zeit gerade im Urlaub und eine Kollegin aus dem Verwaltungsbüro hatte `gerade keine Zeit´ zur Einarbeitung für ihn. In dem Moment kam ihm in den Sinn: „Ist das der richtige Job für mich?“. Doch dank sehr engagierter Kolleginnen und Kollegen, mit denen er teilweise bis heute zusammenarbeitet, gelang ihm der Start in der Volkshochschule. „Ich habe mir zur ersten Aufgabe gemacht, ein erweitertes Kursnummernsystem für unsere Veranstaltungen einzuführen“, sagt Matthias Walter. Wichtige Meilensteine der ersten Jahre waren dann die Einführung der EDV für die VHS-Verwaltung sowie die Beschaffung von ersten Schulungs-PCs für Computerkurse. „Unser damaliger Chef Bernd Joachim Hübner unterstützte den Ausbau und brachte direkt alles Finanzielle auf den Weg und ich habe mich um die Planung der Kurse und die Gewinnung von Dozenten gekümmert“ ergänzte Walter.

Digitales Lernen steht bis heute oben auf der Fahne des VHS-Direktors. Vor allem in den vergangenen Jahren konnten Mitarbeitende, Lehrkräfte und Kursteilnehmende von den neuen Medien in der VHS profitieren: Schnelle Internetverbindung, Smartboards oder das Arbeiten in virtuellen Klassenräumen gehören nun zum Kursalltag. Vor allem aber auch die Projektarbeit ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Neue Angebote für spezielle Zielgruppen, immer auch orientiert an den aktuellen gesellschaftspolitischen Herausforderungen bilden einen Schwerpunkt der VHS-Arbeit. War dies in den 90er Jahren vor allem der Einstieg in die Computerarbeit, kamen später Aufgaben der Integration von zugewanderten und geflüchteten Personengruppen dazu. Heute nehmen auch viele Fragestellungen zur „Arbeitswelt 4.0“ einen hohen Stellenwert ein.

„Die Jahre haben uns gezeigt, dass die breite Basis unserer Arbeit die VHS auch in schwierigen Zeiten – wie derzeit während der pandemiebedingten Einschränkungen -weniger anfällig für krisenbedingte Einschnitte macht“, berichtet Walter.

Die VHS ist als Zweckverband sehr gut in den Mitgliedskommunen vernetzt und genießt breite Akzeptanz. „Wir haben eine gute Vertrauensbasis“, berichtet der VHS-Chef weiter, der nun seit zehn Jahren diese Position begleitet und bedankt sich für die breite Unterstützung. An weiteren Ideen mangelt es Matthias Walter und seinem Team nicht: Aktuell wird rund um den Kossehof Meppen, der ebenfalls zur VHS gehört, ein Umweltbildungszentrum aufgebaut: Ökologischer Anbau, Nachhaltigkeit, Umweltschutz oder Lernräume im Freien stehen schon jetzt regionalen Bildungseinrichtungen mit Workshops, Lehrgängen oder Kursen zur Verfügung.

Im Rahmen des 30. Jubiläums erreichten den „VHS Chef“ zahlreiche Nachrichten, Anrufe oder E-Mails. Auch Friedhelm Voß, stellvertretender VHS-Direktor gratulierte seinem Kollegen zu drei Jahrzehnten VHS Meppen. „Herzlichen Glückwunsch, auch im Namen der Kollegschaft und danke für die Zusammenarbeit!“, sagte Friedhelm Voß.

 

Auf dem Foto (v.l.) VHS-Direktor Matthias Walter freut sich über Glückwünsche von Friedhelm Voß (stellvertretender VHS-Direktor)

Foto: Janet Große / VHS Meppen