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Einblicke in das Migrationssystem Italiens

Während ihres Aufenthalts in Schio konnten sie sich mit den Mitarbeitenden des dort ansässigen Vereins über deren Arbeit austauschen und auch über Unterschiede im Vergleich zum hiesigen Migrationssystem sprechen.

Der Verein „Il Mondo nella Cittá“ der als „SAI-Projekt“ staatlich gefördert wird, engagiert sich mit Leidenschaft und Kompetenz bei der Aufnahme und Unterstützung von Flüchtlingen, Asylbewerbern und Migranten und begleitet Menschen auf den Weg in die eigene Autonomie und in eine integrative Zukunft.

„Die Mitarbeitenden des Vereins waren sehr herzlich, die Menschlichkeit wird hier großgeschrieben!“, berichteten Ingrid Auth, Ursula Sowinski und Ljiljana Topalovic über ihren Besuch. Weiter erzählten sie: „Wir hatten das Glück, dass wir ein Vorzeigesystem besichtigen konnten. Wir haben das Gefühl, dass die Integration in Schio sehr gut funktioniert. Allerdings ist das nur eine Seite des Systems. Durch einige obdachlose Personen an Bahnhöfen, konnten wir erahnen, wie die andere Seite der Migration aussieht. Die aktuelle rechtsorientierte Regierung in Italien trägt ihren Teil dazu bei, dass die Hilfeleistungen sehr gering ausfallen“.

In Italien gibt es im Flüchtlingsmigrationssystem zwei große staatlich geförderte Projekte, zum einen das „SAI“ Projekt. Mit rund 38.000 Plätzen bietet es den Teilnehmenden wie hier beschrieben im Verein „Il Mondo nella Cittá“ eine ganzheitliche Betreuung. Daneben gibt es noch das „CAS“-Notsystem mit ca. 100.000 Plätzen, dieses bietet nur eine sehr rudimentäre Unterstützung. Die begrenzten Kapazitäten führen dazu, dass nicht alle Migranten und Asylsuchenden in diesen Systemen untergebracht werden können. Die Konsequenzen sind die Überfüllung der Zentren und lange Wartezeiten. Migranten außerhalb des Systems haben oft keinen Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen wie medizinischer Versorgung, Bildung und rechtlicher Unterstützung.
Die Besucherinnen aus dem Emsland bedanken sich herzlich bei Il Mondo nella Cittá für die Einblicke und den interessanten und lehrreichen Austausch!

Foto: VHS Meppen

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