Die Projektwebsite zu „Spuren der Nachbarn sichtbar machen" ist ab sofort unter www.spuren-der-nachbarn.de erreichbar.
Im Projekt wird die Rolle des mitten im Emsland gelegenen Bahnhofs Meppen in einem multiperspektivischen Ansatz auf seine NS-Geschichte hinterfragt. Über diesen Bahnhof wurden Menschen in die Emsland-Lager transportiert – eine Reihe von Lagern im Emsland und in der Grafschaft Bentheim, in denen Zehntausende gefangen gehalten wurden und viele ums Leben kamen.
Auf der Website sind Rechercheergebnisse zu finden, die die Schicksale dieser Menschen dokumentieren. Künftig werden dort auch im Projekt erstellte Bildungsmaterialien zur Verfügung stehen. Darüber hinaus entstehen im Projektverlauf eine Ausstellung im Stadtmuseum Meppen, eine Stadtrallye sowie eine Kunstinstallation.
Das Projekt wird von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen des Programms „MemoRails" gefördert. Kooperationspartner ist die Gedenkstätte Esterwegen.
Foto: Bahnhof Meppen; Postkarte ca. 1915 [KreisA, PH 11, Nr.29], Archiv „Spuren der Nachbarn sichtbar machen"
